Bilder für die Website: Selbermachen oder kaufen?

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Sie kennen sie alle, die Frauen, Männer und Familien, die Ihnen von Plakaten oder anderen Websites freundlich entgegenlachen. Auf den Plakaten, das wissen Sie, sehen Sie Models. Aber wie kommt es, dass auch auf Websites kleinerer Unternehmen oft so ausnehmend gut aussende Menschen zu sehen sind? Leisten die sich auch alle Fotomodelle? Oder haben die da tatsächlich nur schöne Mitarbeiter? Und warum sehen die irgendwie immer alle gleich aus?

Der Grund: Häufig sind auf Websites sogenannte Stockfotos zu sehen. Fotos also, die Sie kaufen können. Googeln Sie einmal nach Stockfoto und Sie finden viele Websites, die Ihnen Bilder zu allen Anlässen anbieten. Vielleicht kommen Ihnen einige dieser Bilder sogar bekannt vor. Vielleicht ist sogar eins dabei, das Sie erst neulich auf der Website Ihres Installateurs gesehen haben.

Bilder für die Website – Plädoyer fürs Selbermachen

Mit Bildern wirkt eine Website gleich viel einladender und verleitet zum Lesen. Also doch Bilder kaufen? Die Alternative wäre Selbermachen. »Ich hab aber keine gute Kamera«, mögen Sie vielleicht sagen. Das mag ein Grund sein, aber nicht unbedingt ein Hindernis. An dieser Stelle ein ganz eindeutiges Plädoyer für eigene Bilder! Zumal Sie durchaus in eine rechtliche Grauzone bei Stockfoto-Anbietern kommen können, etwa wenn ein Beitrag aus Ihrem Blog in den Sozialen Medien wie Facebook oder Twitter geteilt wird: Einige Stockfoto-Anbieter verbieten nämlich das Teilen oder Zeigen der Bilder in den Sozialen Medien. Und selbst wenn es mittlerweile Stockbildarchive gibt, die sogenannte Social Media Lizenzen anbieten, gilt es auf jeden Fall, einen genauen Blick auf die Bedingungen zu werfen. Eine hilfreiche Checkliste bietet RA Schwenke auf seinem Blog im Beitrag »Wie sicher sind ClipDealer und Pixabay – schützen Social-Media-Lizenzen von Stockbildarchiven vor Abmahnungen?«

Glaubwürdigkeit zählt

Der andere wichtige Aspekt ist die Glaubwürdigkeit. Stellen Sie sich vor, auf Ihrer Website lächelt eine junge, eurasisch anmutende Dame mit Headset den Besuchern entgegen. Ihr möglicher Kunde hat eine Rückfrage und ruft an. Am Telefon in Ihrem Haus sitzt aber tatsächlich die Frau Schmitz, die mit einem breiten rheinischen Akzent antwortet und Dinge sagt wie: »Isch lesch mal jrad dä Hörer beiseite«. Ihren Kunden könnte das möglicherweise irritieren. Ein echtes Foto von Frau Schmitz kommt einfach besser an. Und Sie und Ihre Unternehmung kommen sympathischer rüber. Dies gilt für alle Bereiche: Zeigen Sie Ihre Firma, zeigen Sie Ihre Mitarbeiter! Wenn Sie von zu Hause arbeiten, müssen Sie ja nicht gleich ein Foto von sich vor der Schrankwand des schwedischen Möbelhauses machen und veröffentlichen. Aber ein Foto von Ihnen an Ihrem Schreibtisch darf es schon sein.

Gute Fotos müssen nicht teuer sein

Experimentieren Sie mit Ihrer Digitalkamera. Ein gutes Foto erfordert nicht eine super teure Profi-Ausstattung. Gute Fotos lassen sich durchaus auch mit preiswerten Lösungen erzielen. So kann bei einem Porträtfoto als Aufheller gut eine Styroporplatte dienen, die das Licht reflektiert und so sanft Gesichtszüge ausleuchtet. Grundlagen der Fotografie lassen sich leicht in einem entsprechenden Fotokurs erwerben. Der kostet nicht die Welt und macht auch noch Spaß.

Sollte es wirklich an der Kamera, dem fotografischen Wissen oder der Zeit mangeln, sich dieses anzueignen, wenden Sie sich an jemanden, der sich damit auskennt. Wenn Sie einen Fotografen engagieren, besprechen Sie Ihre Ziele und klären schriftlich den Verwendungszweck. Sie wollen einige Fotos für einen Flyer verwenden? Auch dies klären Sie gleich ab und halten es schriftlich fest. Ihr Fotograf wird Ihnen die Bilder dann auch in Druckauflösung liefern.

Das bin ich und mein Unternehmen

Sicherlich kosten auch Fotos Zeit und Geld, jedoch lohnt sich die Investition auf jeden Fall. Sie sagen Ihren Kunden: Ja, das bin ich und mein Unternehmen! Und im besten Fall haben Sie noch etwas über Fotografie gelernt.

Auf dieser Website gibt es übrigens ausschließlich Fotos, die wir selbst oder die Freunde von uns gemacht haben. Denn das sind wir und unser Unternehmen!

 

Disclaimer: Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass dieser Blogbeitrag keine rechtliche Beratung darstellt.

 

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