WordPress Theme für Einsteiger: Pinboard

Dieser Beitrag ist älter als zwei Jahre. Es kann also sein, dass auch der Inhalt - zumindest in Teilen - bereits veraltet ist.
WordPress Theme für Einsteiger: Pinboard
Nicht nur geeignet für den Obst- und Gemüsehandel: das Pinboard Portfolio

Immer wieder sind wir auf der Suche nach guten WordPress Themes, die wir guten Gewissens auch Einsteigern empfehlen können. Dabei schließt das Kriterium gut die Aspekte kostenlos, gepflegt und vor allem auch flexibel einsetzbar ein. Ich kann es nicht oft genug sagen: Nicht jeder WordPress-Nutzer möchte bloggen. Das haben auch viele Theme-Autoren erkannt und bieten deshalb vermehrt Themes an, die sich vor allem gut für Unternehmenswebsites eignen. Auf der Strecke bleiben dabei tendenziell diejenigen, die sich tatsächlich an das regelmäßige Verfassen von Texten machen möchten. Ein gutes WordPress Theme für Einsteiger ist und bleibt aber Pinboard. Das feiert diesen Monat seinen vierten Geburtstag und ist damit schon ein echter Klassiker.

Pinboard: gut geeignet für Blogger

In meinem Bekanntenkreis setzen mindestens zwei Blogger auf Pinboard. Beide haben sich das Theme an ihre Bedürfnisse angepasst, wobei nur einer von beiden die Möglichkeiten der Erstellung eines Child Themes genutzt hat. Der Grund hierfür liegt in den durchaus großzügig bemessenen Theme Optionen mitsamt benutzerdefiniertem CSS, die Pinboard mitliefert.

Von seiner Grundidee her arbeitet Pinboard im sogenannten boxed Design, sprich: Es nutzt nicht die komplette Browserbreite, sondern rahmt seinen Wrapper ein, also den Bereich, in dem Header, Navigation, der Content und der Footer liegen. Wenngleich dieses Vorgehen ein wenig aus der Mode gekommen ist, macht es für Websites, die viel mit Text arbeiten, sehr viel Sinn: Texte lassen sich ab einer gewissen Spaltenbreite einfach nicht mehr gut lesen.

Beitragsbilder stellt Pinboard dennoch recht prominent dar. Von seinem Grundprinzip her präsentiert das Theme seine Archivseiten nämlich im Masonry Stil: Jeder angeteaserte Beitrag erhält eine Box, die durch das Beitragsbild (sofern vorhanden) gekrönt wird und die sich immer den Platz sucht, der gerade frei ist. Damit entspricht es weitgehend dem Vorgehen, das wir auch für unsere Website eingerichtet haben. Blogger können zudem entscheiden, ob der oder die obersten Beiträge die volle Spaltenbreite nutzen sollen – eine Einstellungsoption, die für Startseite und/oder Archivseiten gewählt werden kann.

Pinboard: auch interessant für Unternehmer

Nun bietet Pinboard mit der Portfolio Kategorie eine besonders interessante Option. In den Theme Optionen lässt sich auf der General Seite unter der Überschrift Portfolio Page eine Kategorie zur Portfolio Kategorie erklären. Die entsprechend kategorisierten Beiträge stellt das Theme im Frontend dann gesondert dar – auch völlig getrennt von allen anderen Beiträgen, wenn man dies möchte.

Schauen wir uns das Ganze mal im Beispiel an. Immer wieder gerne genommen in diesem Zusammenhang: der Obst- und Gemüsehändler. Das Portfolio könnte sich aber natürlich auch auf andere Produkte wie Damenoberbekleidung, Fahrradzubehör oder Brillengestelle beziehen oder die interessantesten Projekte eines Freiberuflers darstellen.

Als Portfolio Kategorie dient im Beispiel Obst und Gemüse. Diese hat noch drei Sub-Kategorien: Obst, Gemüse und Pilze. (Die entsprechenden Beispiele zeigen, was mein Kühlschrank aktuell so hergibt, inklusive einer schon leicht überreifen Banane…)

Nun gibt es zwei Möglichkeiten, dieses Portfolio im Menü anzuzeigen. Entweder wählen Sie die Kategorie Obst und Gemüse – oder Sie erstellen zudem eine Seite, nennen Sie Obst und Gemüse und wählen für diese Seite eines der fünf verschiedenen Portfolio Templates, die Pinboard mitliefert.

Was ist ein Seiten Template?

Templates sind PHP-Dateien und dienen als Vorlagen, die definieren, wie der Inhalt einer Seite aufgebaut und dargestellt werden soll. Jedes Theme hat mindestens ein Template: das Standardtemplate. Manche Themes bringen zum Beispiel Templates für die Startseite mit, andere so wie Pinboard eine ganze Reihe unterschiedlicher Vorlagen: Sidebar rechts, Sidebar links, keine Sidebar etc. Wie Sie Ihr eigenes Template im Rahmen eines Child Themes erstellen können, haben wir bereits im Beitrag WordPress Seite mit Beiträgen einer Kategorie erstellen erklärt.

Die Portfolio Templates

Wählen Sie für Ihr Menü die Portfolio Kategorie, stellt Pinboard die entsprechende Seite als Drei-Spalter dar: Immer drei Beiträge erscheinen nebeneinander und nutzen die volle Contentbreite – die Sidebar fällt also weg.

Die Kategorie-Seite Portfolio: ein Drei-Spalter
Die Kategorie-Seite Portfolio: ein Drei-Spalter

Erstellen Sie eine Seite, die Sie in das Menü integrieren, haben Sie die Wahl für die Darstellung: neben dem Drei-Spalter gibt es auch einen Vier-Spalter (ebenso ohne Sidebar) oder einen Zwei-Spalter mit Sidebar rechts oder links sowie eine zweispaltige Variante ohne Sidebar, die den kompletten Wrapper schmaler macht.

Das Portfolio auf einer Seite mit dem Template Portfolio Sidebar right
Das Portfolio auf einer Seite mit dem Template Portfolio Sidebar right

In jedem Fall gibt Pinboard oberhalb der Beiträge Verweise auf die Portfolio-Kategorie und ihre Sub-Kategorien aus, sodass für Nutzer der Wechsel zwischen der Gesamtübersicht und den Teilbereichen leicht nachvollziehbar bleibt.

Die Anzahl der dargestellten Spalten hängt übrigens maßgeblich von Ihren Einstellungen in den Theme Optionen ab. Unter Layout fragt Pinboard Sie als Erstes nach dem bevorzugten Layout (Sidebar rechts/Sidebar links/keine Sidebar etc.) und möchte dann unter der Überschrift Grid Layout Dimensions von Ihnen wissen, wie viele Content Spalten Sie wünschen. Mein Beispiel nutzt die Voreinstellung.

Schließlich sei noch als wahrlich gute Theme Option die Einstellungsmöglichkeit genannt, die Portfolio Kategorie vom allgemeinen Loop auszuschließen. Sprich: Ihre Beiträge, die Sie über die Kategorie als Portfolio definiert haben, lassen sich so von allen anderen Beiträgen trennen, also zum Beispiel jenen, die Ihr Blog ausmachen. Bei den meisten anderen Themes können Sie dies nur über eine entsprechende Abfrage realisieren – bei Pinboard braucht dies nur das Setzen eines Häkchens.

Pinboard Headerbild anpassen

Wer schon einmal einen Blick auf Pinboard geworfen hat, hat sich vielleicht aus einem Grund gegen dieses Theme entschieden: Pinboard versteht unter Headerbild leider kein den gesamten Kopfbereich füllendes Bild. Dafür liefert es aber die Option des benutzerdefinierten CSS, und damit lässt sich der Headerbereich dann doch relativ leicht anpassen.

/* --- Das Headerbild --- */
#header {background-image: url('https://ihre-website.de/wp-content/uploads/2016/07/ihr-headerbild.jpg'); background-size:cover;}

/* --- Anpassen der Desktop Navigation --- */
#access {postion:absolute; top:50px; width:100%;}

/* --- Anpassen des Abstands zum Content --- */
#container {margin-top:100px;}

Bleibt zu hoffen, dass uns Pinboard noch mindestens vier weitere Jahre erhalten bleibt.


Beitragsbilder: Britta Kretschmer

 

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