Was sind Kategorien bei WordPress – und was sind Schlagwörter?

Als Content-Managment-System bietet WordPress die Möglichkeit, Beiträge zu kategorisieren und zu verschlagworten. Aber was bedeutet das eigentlich? Und was ist der Unterschied? Sollte ich – auch im Sinne der Suchmaschinen-Optimierung – meinen Beiträgen so viele Kategorien und Schlagwörter wie nur irgendwie möglich geben? Oder wie gehe ich damit sinnvoll um?

Was sind Kategorien bei WordPress?

Kategorien sind dazu da, die Inhalte einer auf Basis von Beiträgen erstellten Website grob zu strukturieren. Kategorien zeigen so die Themengebiete an, mit denen sich Ihre Website beschäftigt. Deshalb dienen sie auch bei sehr vielen mit WordPress erstellten Websites zur Erstellung der Hauptnavigation, sprich: des Menüs. Blogs, die weitgehend ohne Hauptnavigation auskommen, bieten oft Ihre Kategorien in der Seitenspalte an. Das entsprechende Widget gehört jedenfalls zum Standard von WordPress.

Ein Beispiel

Sagen wir, Ihre Website soll drei verschiedene Themengebiete abdecken: Bücher, Filme und Spiele. Für die drei Themen legen Sie je eine entsprechende Kategorie an. Die meisten Ihrer Beiträge werden sich nun mit einem dieser drei Themen beschäftigen. Also ordnen Sie ihnen je die eine passende Kategorie zu. Manche Ihrer Beiträge lassen sich aber durchaus auch zweien zuordnen, weil Sie zum Beispiel auch die Verfilmung des Buches thematisieren. Dann kategorisieren Sie Ihren Beitrag mit Bücher und Filme.

Ihr Menü könnte neben anderen Einträgen wie Startseite oder Impressum die Links zu genau diesen drei Kategorien beinhalten. Im Falle Ihres Beitrages, der sich sowohl mit dem Buch als auch mit der Verfilmung beschäftigt, würden nun beide Kategorien diesen einen Beitrag auflisten.

Was sind Schlagwörter bei WordPress?

Schlagwörter sind dazu da, Ihre Beiträge noch differenzierter einzuteilen. Man könnte auch sagen: Schlagwörter dienen dem Feintuning. Wie die Kategorien stellen sie eine Möglichkeit der Navigation dar. Tatsächlich können auch sie Teil des Menüs sein. Viel interessanter ist aber, dass sie eine zusätzliche Navigation sein können. Auch für Schlagwörter gibt es ein entsprechendes Widget: die sogenannte Tagcloud (Schlagwörterwolke).

Bleiben wir bei dem Beispiel der Website, die Bücher, Filme und Spiele vorstellt und bespricht. Im Laufe der Zeit kommen da eine ganze Menge Beiträge zusammen. Sie haben fiktionale Bücher genauso besprochen wie Sach- und Fachbücher. Unter den Filmen waren Thriller ebenso vertreten wie Fantasy oder Science Fiction. Bei den Spielen ging es sowohl um Computer- als auch um Brettspiele. Mit Schlagwörtern lassen sich also nun genau solche Unterteilungen treffen.

Der Clou an der Sache ist, dass Leser nun auch die Möglichkeit haben, zu weiteren Beiträgen ähnlicher Thematik zu gelangen, ohne lange danach suchen zu müssen: Ihre Schlagwörter bieten den schnellen Link dorthin.

Wie viele Kategorien und Schlagwörter soll ich vergeben?

Kategorien

Da Kategorien der groben Strukturierung einer Website dienen, sollte ein Beitrag nicht mehr als zu einer, bestenfalls zwei Kategorien gehören. Wenn Sie mit Unterkategorien arbeiten, dann kann es natürlich sein, dass es auch mehr sind.

Zum Beispiel: Ihr Buch, dessen Verfilmung Sie gleich mit besprechen, gehört in die Kategorien Bücher > deutschsprachig und Filme > deutsche Regisseure. Da wären es dann vier an der Zahl. Das Prinzip bleibt aber gleich: Bei Spielen hat das Ganze nix verloren.

Im Übrigen: Vergessen Sie, die passende Kategorisierung vorzunehmen, erledigt WordPress das Ganze für Sie – wenn auch nicht ganz so passend mit der Kategorie Allgemein.

Schlagwörter

Mit Schlagwörtern können Sie durchaus großzügiger umgehen. Allerdings sollte man auch hier nicht übermäßig werden. Es macht keinen Sinn, immer neue Schlagwörter zu produzieren, für die es je nur einen Beitrag gibt. Und hierin liegt genau die Herausforderung. Wenn Sie regelmäßig veröffentlichen, hierfür aber keinen Redaktionsplan haben, kommen Sie schnell in die Situation, neue Schlagwörter zu vergeben, ohne zu wissen, ob Sie in absehbarer Zeit überhaupt einen weiteren zu diesem neuen Schlagwort passenden Beitrag schreiben werden.

Internetkurse Köln Schlagwörter Wolke
Wir arbeiten noch an unserer Tagcloud

Auf diese Weise produzieren Sie dann doch eine Menge Schlagwörter, die letztlich nur auf einen Beitrag verweisen. Auch kann es passieren, dass sich für einen Begriff verschiedene Schreibweisen einschleichen. Das gilt es ebenso zu vermeiden. Von beidem geht die Welt nicht unter – hilfreich ist es aber auch nicht. Weder für Sie selbst, noch für Ihre Leser oder Ihr Suchmaschinen-Ranking. Die schlichte Tatsache, dass Sie einmal ein Schlagwort vergeben haben, sorgt jedenfalls noch lange nicht dafür, dass Suchmaschinen Ihren Beitrag als für dieses Themengebiet bedeutsam bewerten.

Schlagwörter erfordern also noch viel mehr als Kategorien Planung und Strukturierung. Auch wir von Internetkurse Köln arbeiten mit unserem Blog noch an einem entsprechend strukturierten Vorgehen. So haben wir kürzlich erst die neuen Schlagwörter Einsteiger und Fortgeschrittene erstellt und alle bisherigen Beiträge entsprechend eingeordnet. Denn das ist jederzeit möglich: bereits veröffentlichte Beiträge mit neuen Begriffen zu verschlagworten (und im Zweifel auch zu kategorisieren).

Sie wollen gar nicht bloggen?

»Ich will gar nicht bloggen«, denken Sie vielleicht. »Warum sollte ich mich überhaupt mit Kategorien und Schlagwörtern herumschlagen? Mache ich doch einfach in Seiten!« Ja, das ist natürlich eine Möglichkeit. Seiten können weder kategorisiert, noch verschlagwortet werden. Da fällt aber eben nicht nur das zu investierende Hirnschmalz weg – vor allem mangelt es einer solchen Website an der Dynamik, die das Blogsystem so interessant macht. Statt aus dem Beitrag heraus zum nächsten wandern oder direkt das Angebot zu themenähnlichen Beiträgen anklicken zu können, müssen Leser bei einer solchen, rein auf Seiten basierenden Website wie in alten Zeiten immer über das Menü oder gar die Suchen-Option gehen. Das wäre schlichtweg nicht zeitgemäß und unattraktiv.

Auch hilft dieses Vorgehen nicht Ihrem Suchmaschinen-Ergebnis. Ohne behaupten zu wollen, Google und co. tiefenanalytisch zu kennen und zu durchschauen, lässt sich doch absehen, dass informative, originelle und hilfreiche Beiträge, die mittels Kategorien und Schlagwörtern gut strukturiert sind, besser bewertet werden als Seiten. Hirnschmalz zu investieren lohnt sich also auf jeden Fall!

 

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